Wandern beim Tegelberg – Drehhütte bis Rohrkopfhütte

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Durch Zufall entdeckt – der Tegelberg

Eigentlich wollen wir ein wenig bei den Königsschlössern wandern. Aber als wir unzählige Tourbusse, noch mehr Autos und unzählige Menschen schon bei den Parkplätzen sehen, überlegen wir es uns ganz schnell anders. Und so fahren wir lieber ein bisschen weiter weg. Schließlich landen wir beim Parkplatz Drehhütte. Anders als der Name vermuten lässt, ist hier nicht die Drehhütte, sondern man kann von hier zur Drehhütte wandern. Zu Wandern beim Tegelberg, insbesondere zum Gipfel Branderschrofen, wird letztlich ein schwieriges Unterfangen.

Vom Parkplatz Drehhütte wandern wir also los. Der Weg führt offiziell eher über Asphalt, wenn man jedoch steilere Wege in Kauf nimmt, kann man stets schmale Pfade abseits der Straße nehmen. Den Beschilderungen muss man nicht unbedingt folgen, man weiß ja wo man hin will, und zwar stets nach oben.

Unendlich viele, steil bergauf führende Serpentinen

Es ist ganz schön warm heute um unzähligen steil bergauf führenden Serpentinen über Schotterwegen zu folgen. Gut das der Wald etwas kühlt. Spätestens der Blick auf die herrlichen Seen, Berge, und ja auch auf die Königsschlösser lassen die Anstrengung schnell vergessen. Die Drehhütte hat heute nicht geöffnet, aber so kann man den herrlichen Ausblick in Ruhe genießen. Wir wandern beim Tegelberg noch weiter bis zur Rohrkopfhütte. Und wäre es nicht schon ziemlich spät, würden wir wohl auch noch bis zum Branderschrofen wandern. Etwa die Hälfte der Höhenmeter haben wir nämlich schon überwunden.

Der unerreichbare Gipfel Branderschrofen

Insgesamt handelt es sich um einen sehr steilen Weg (wenn man dem Teer nicht folgen möchte) mit vielen Serpentinen über schmale Schotterpfade. Belohnt wird das Wandern beim Tegelberg  mit schönster Aussicht auf Seen, Berge und Schlösser. Das nächste Mal werden wir früher als 15 Uhr loslaufen und den Gipfel Branderschrofen erreichen. So bleibt das Gefühl, eben nicht den ganzen Weg gelaufen zu sein, wobei es sicher schlimmeres gibt. Später, wenn wir wieder jeden Tag im Büro sitzen, wird einer von uns beiden noch öfter sagen: „ich will wandern“ und der andere: „zum Branderschrofen?“ Dies wird dann wohl die erste Wanderung sein, wenn wir wieder im Allgäu sind. Wem das Wandern beim Tegelberg zu anstrengend und / oder zu weit ist, dem empfehlen wir die entspanntere Wanderung vom Weissensee zum Alatsee.

Wandern beim Tegelberg – der 2. Versuch

Nachdem es beim letzten Mal rein zeitlich nicht sein sollte, versuchen wir es nun ein weiteres Mal. Voller Motivation heute den Tegelberg und möglichst sogar seinen Gipfel, den Branderschrofen, zu erreichen, geht es erneut los ab dem Parkplatz Drehhütte/Rohrkopfhütte. Nachdem es die letzten beiden Tage durchweg geregnet hat, wird es heute langsam weniger, aber der Wanderweg ist noch rutschig. Nach wenigen Metern auf einem der vielen steileren Abkürzungen durch den Wald, liegt Hannes beinahe lang.

Zunehmend Schneefelder Ende Mai

Wir kommen zügig voran, die Beine sind nicht müde trotz vieler Wanderungen, aber vielleicht haben sie sich schon daran gewöhnt. Unterwegs klart der Himmel auf und es gibt tolle Ausblicke auf Füssen und die Seen ringsum. Traumhaft. Im Nu erreichen wir die Rohrkopfhütte. Wenige andere Wanderer sind heute unterwegs. Ohne Pause geht es gleich weiter Richtung Tegelberg. 1,5 Stunden soll es ab hier noch dauern. In steilen Serpentinen geht es weiter aufwärts. So langsam säumen kleine Schneefelder einen Teil des Weges, aber meist nur einen Rand, so dass man gut vorbeikommt.

Der Tegelberg und wir – es soll nicht sein

Auf ca. 1.550 Höhenmetern sehe ich, dass Hannes wartet, nichts besonderes, da er immer voraneilt, gerade wenn es bergauf geht. Beim Näherkommen sehe ich jedoch den Grund. Ein riesiges Schneefeld soweit das Auge reicht. Ein paar Meter versuchen wir voran zu kommen, aber es ist nicht ohne und unter uns ein steiler Abhang Richtung Tal. Und selbst wenn wir rüber kommen, wie geht es weiter? Und man darf nicht vergessen, man muss ja auch wieder runter, was sich in diesem Fall schwieriger gestalten würde als rauf zu kommen. Es nützt nichts, auch heute werden wir das Wandern beim Tegelberg ohne das Ziel erreicht zu haben wieder verlassen.

Ein anderer Wanderer kommt hinter uns an. Er erzählt, dass er bei der Rohrkopfhütte überlegt hat weiter zu gehen und nur gestartet ist, als er gesehen hat, wie wir losziehen. Er hat Stöcker dabei und bietet uns einen davon an, aber das würde auch nicht viel nützen.

Alle guten Dinge sind 3

Mit einem gewurmten Hannes trotten wir wieder bergab. Jetzt fängt es auch wieder in Strömen an zu regnen. Bedröppelt stehen wir bei der Rohrkopfhütte und wissen nicht, ob wir noch einen anderen Weg wandern beim Tegelberg. Wir entscheiden uns dagegen. Ab der Rohrkopfhütte schlagen wir wieder den schönen Waldweg ein, welcher bergab führt. Leider geht es dann ziemlich lange an der Straße entlang. Eines steht fest, beim nächsten Mal kommen wir mit genügend Zeit und im Spätsommer, wenn der Schnee auf jeden Fall weg ist. Und dann kann uns nichts mehr davon abhalten, diesen verfluchten Tegelberg und seinen Gipfel Branderschrofen zu erklimmen.

Länge in
km
Dauer in
Std.
HöhenmeterSchwierigkeitBewertung
(1-5, 1 Schlecht , 5 Perfekt)
ca. 8ca. 3450schwer4

Wandererwertung:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Keine Bewertungen vorhanden)

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