Alpenüberquerung E5 – Etappe 6 nach Meran

Alpenüberquerung Fernwanderweg E5 Oberstdorf Meran, 6. Etappe von Martin-Busch-Hütte nach Vernagt / Meran, die letzte Etappe der Alpenüberquerung auf dem E5 startet mit dem Aufstieg zur Similaun-Hütte, dem höchsten Punkt der gesamten Alpenüberquerung, umliegende sehr beeindruckende Bergwelt erscheint unwirklich und mystisch, Berghänge mit viel Geröll, Wanderweg verläuft nach der Similaun-Hütte steil abwärts Richtung Vernagt im Schnalstal, Wanderer während steilem Abstieg auf ausgesetztem Pfad

Nach der langen und anstrengenden 5. Etappe bis zur Martin-Busch-Hütte ist heute der letzte Tag der Alpenüberquerung angebrochen. Etwas wehmütig machen wir uns auf den Weg. Der letzte Anstieg dieser tollen Wanderung ist mit einer Zeitangabe von 2 Stunden realistisch angegeben. Da die Alpenüberquerung E5 – Etappe 6 von der Martin-Busch-Hütte nach Meran nur ca. 5 Stunden dauert, hetzen wir nicht hoch zur Similaun-Hütte, sondern genießen die Überwindung der einzelnen Höhenmeter.

Plötzlich auf einem fremden Planeten

Die Umgebung erinnert an die Bilder einer kargen Landschaft auf dem Mars. Sofort fühlen wir uns in die Landschaft des wundervollen Tongariro Alpine Crossing in Neuseeland zurück versetzt. Selbst der einsetzende Nieselregen kann die Laune nicht trüben. Noch dazu handelt es sich um den ersten Regen der gesamten Wanderung. Solch ein Glück mit nahezu wolkenlosem Himmel über mehrere Tage wird man auf der Alpenüberquerung auf dem E5 wohl nicht allzu oft haben.

Der letzte Aufstieg

Der Wanderpfad führt zunächst nur mäßig ansteigend am Fluss entlang. Nur der letzte Abschnitt vor Erreichen der Similaun-Hütte ist sehr steil. Oft bleibe ich stehen, einerseits weil es anstrengend ist, aber noch viel mehr wegen der Gewissheit so bald nicht wieder in den Alpen wandern zu können. Die Alpenwelt ist einfach grandios. Bei starkem Regen oder gar Schnee solltet ihr diesen steilen Abschnitt der Alpenüberquerung E5 – Etappe 6 von der Martin-Busch-Hütte bis nach Vernagt bzw. Meran über grobes Geröll wegen Rutschgefahr nicht unterschätzen.

Am höchsten Punkt der Alpenüberquerung

Die Similaun-Hütte befindet sich am Niederjoch in einem Kamm und markiert mit 3.019 Höhenmetern den höchsten Punkt der Alpenüberquerung auf dem E5. Die Ausblicke auf die Südtiroler Bergwelt sind umwerfend. Wir machen ein schönes Päuschen mit heißem Tee und genießen die Aussicht auf den Gletscher und den Berggipfel des Similaun. Wir sehen einige Wanderer auf dem Weg zur Similaunspitze durch den Schnee steil bergauf gehen. Kurz darauf werden sie von Nebelfeldern verschlungen.

Grünblau strahlendes Ziel von weit her sichtbar

Von der Similaun-Hütte führt der Weg der Alpenüberquerung E5 – Etappe 6 nur noch abwärts. Zu Beginn ist der teils durch Drahtseile gesicherte Pfad mit Vorsicht zu genießen. Entlang steiler Felswände führt der Weg Richtung Tal. Der schöne, grünblaue Stausee in Vernagt leuchtet in der Sonne und ist dadurch schon früh erkennbar. Der Wanderweg bis nach Vernagt zieht sich in die Länge. Nicht zu verachten ist die beträchtliche Zahl von 1.300 Höhenmetern, die es heute wieder abwärts geht. Die Füße haben schon länger genug vom Bergabstieg.

Als wir stehen bleiben um uns wieder einmal die umliegende Landschaft anzuschauen, sehen wir mehrere Murmeltiere. Da sie genauso sandfarben sind wie ihr Lebensraum, sind sie gar nicht so leicht zu entdecken. Mit lauten Pfeifgeräuschen kommunizieren sie aber miteinander und sind dadurch zu orten. Kurz darauf verschwinden diese süßen Lebewesen wieder in ihrem sicheren Bau.

Das Örtchen Vernagt

Der letzte Abschnitt der Alpenüberquerung E5 – Etappe 6 nach Vernagt bzw. Meran führt durch einen schönen Wald. Man hat das Gefühl schon lange nicht mehr im Wald gewesen zu sein durch die kargen Landschaften der Berge. Schließlich geht es über Almwiesen mit den obligatorischen Kühen immer noch abwärts bis zum Erreichen der Teerstraße. Diese führt uns die letzten Meter der großen Wanderung bis zum idyllisch gelegenen Örtchen Vernagt. Mit Erreichen der Bushaltestelle ist die Alpenüberquerung einfach vorbei. Ein komisches Gefühl bleibt zurück.

Mit dem Bus und Zug zum Endziel

Mit einigen Mitwanderern warten wir auf den Bus, der uns nach Naturns bringt. Von hier steigen wir in den Zug, der uns in kurzer Zeit nach Meran bringt, dem offiziellen Ziel der Alpenüberquerung auf dem E5. Wir sind ziemlich stolz. Schließlich hatten wir keine Gelegenheit in unserem Flachland-Heimatort auch nur den geringsten Berg zu erklimmen um zu üben. Trotzdem geschafft! In Meran erholen wir uns noch im zauberhaften B&B von Maik und Loredana*, bevor es wieder nach Hause geht. Ein paar Tage in Meran lohnen sich auf jeden Fall. Unter anderem die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind einen Besuch wert. Wären wir nicht gerade über 100 Kilometer gewandert, hätten wir natürlich die umliegende Bergwelt erkundet. Wenn wir das nächste Mal in Meran sind, haben wir schon den Meraner Höhenweg ins Auge gefasst.

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Länge in
km
Dauer in
Std.
HöhenmeterSchwierigkeitBewertung
(1-5, 1 Schlecht , 5 Perfekt)
11,35537 (hoch);
1.300 (runter)
mittel4,5

Wandererwertung:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00)
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