Wandern zur Ennstaler Hütte

Wandern zur Ennstaler Hütte im Nationalpark Gesäuse im Bundesland Steiermark in Österreich, Wanderweg in den Ennstaler Alpen ab Parkplatz Gstatterboden, Blick auf den Wanderweg beim Rückweg über die Hochscheibenalm von der Ennstaler Hütte, umgeben von dichtem Wald, Wanderer unterwegs auf breiterem Wanderweg, der angenehm abwärts verläuft, saftig grüne Vegetation, untergehende Sonne lässt schönes Licht entstehen

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Wanderweg-Bewertung

Nach wundervollen Wandertagen im Nationalpark Kalkalpen geht es weiter zum gleich in der Nähe befindlichen Nationalpark Gesäuse. Nach Empfehlung der Dame in der Touristeninformation machen wir uns auf zur Wanderung in Richtung Ennstaler Hütte. Komplett wandern zur Ennstaler Hütte wollen wir nicht, denn dies würde fast 1.000 Höhenmeter umfassen. Auf Grund der vergangenen fünf ausgiebigen Wandertage soll es heute bei einem kleineren Rundweg bleiben.



Kurz nach dem Gstatterboden über ein breites Flussbett

Vom Parkplatz Gstatterboden geht es los mit einem nur kurzzeitig steileren Aufstieg durch einen wieder mal schönen, dichten Wald. Kurz darauf queren wir ein Flussbett, dass gerade nur ein schwaches Rinnsal führt. Nach heftigen Regenfällen oder gar zur Schneeschmelze ist hier garantiert kein Durchkommen und man muss den Weg außen entlang gehen. Einige Male queren wir die breitere Mountainbike-Route und tauchen kurz darauf wieder ein in den schmalen Pfad, der sich die Höhenmeter hinaufwindet.

Schließlich geht es auch für uns auf der breiten Forststraße aus Kieselsteinen weiter. Es läuft sich aber recht angenehm. Nach circa einer Stunde gemächlichen Bergaufgehens gibt es zwei Möglichkeiten, die beide innerhalb von zwei Stunden das wandern zur Ennstaler Hütte beenden würden. Wir bleiben weiter auf dem Luchstrail. Dieser führt laut Beschilderung durch Österreichs wilde Mitte und ist uns schon im Nationalpark Kalkalpen begegnet. Eine gute Entscheidung wie sich herausstellt, als es wieder durch schmale Waldpfade geht.

Bei einer kleinen Wanderung bleibt es doch nicht

Nach einiger Zeit checken wir den Weg und Hannes fragt sich, wo denn die Ennstaler Hütte sein soll? Kurz darauf stellt er fest, dass wir nun schon fast da sind. Na dann können wir auch noch dahin weiter wandern. Das „fast“ war im Nachhinein dann doch etwas optimistisch ausgedrückt, denn es sind noch einige Höhenmeter auf teils doch schmalem und steilem Pfade zu bewältigen.

Grandiose Aussichten, die sich noch steigern sollen

Die angegebene Zeit von drei Stunden für das wandern zur Ennstaler Hütte ab dem Parkplatz ist realistisch. Nur auf Grund unserer etwas schweren Wanderbeine zu Beginn und der zahlreichen Fotopausen brauchen wir etwas länger. Man hat immer wieder tolle Ausblicke auf die gegenüberliegende Gesäuse-Bergwelt. Das ist jedoch nichts im Vergleich zu der Aussicht, die uns oben bei der Ennstaler Hütte erwartet. In alle Richtungen gibt es traumhafte Bergsichten. Wir gönnen uns zwei kühle Johannisbeerschorlen für fast 1 Euro pro 100 Milliliter.

Ein Rundweg zurück gefällig?

Nach einem ausgiebigen Päuschen machen wir uns an den Abstieg über die Hochscheibenalm. Der Wanderweg windet sich wieder im feinen, schattenspendenden Wald zunächst recht eben mit vielen weiteren Bergaussichten. Und dann geht es für einige Zeit doch wirklich steil bergab. Die Wanderstöcker beweisen wieder ihren Nutzen. Der Abstieg ist teils steiler als der beim Hohen Nock, dem höchsten Berg im Nationalpark Kalkalpen. Der Waldpfad endet dann leider und es geht lange auf einer Forststraße weiter.

Sonnenuntergangslichtspiele

Da der Tag sich langsam seinem Ende neigt, gibt es so schöne Lichtspiele, dass es wieder sehr viele Fotos geben wird. Die Berge stapeln sich in Schichten hintereinander und die Nadelbäume reihen sich geordnet auf. Die Aussichten sind so genial, das man auch gerne auf der Kieselstraße runterläuft. Diese ist teils auch ziemlich steil. Nach Erreichen der Kroisenalm sind wir auch wieder an dem Punkt, an dem man in zwei Richtungen gehen konnte um zu wandern zur Ennstaler Hütte. Diesmal jedoch von der anderen Seite – ein feiner Rundweg. Der Rückweg ist ab hier dann der gleiche und führt alsbald wieder in den zauberhaften Wald hinein. Wieder einmal ist der Wald zur Dämmerungszeit noch intensiver wahrnehmbar als auf dem Hinweg. Wir sollten öfter so spät auf dem Rückweg sein. Eine ungeplant weite Wanderung endet und hat sich sehr gelohnt.

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