Wanderung zur Haindlkarhütte und Gsengscharte

Wanderung zur Haindlkarhütte und Gsengscharte im Nationalpark Gesäuse im Bundesland Steiermark in Österreich, Wanderweg in den Ennstaler Alpen ab Parkplatz Haindlkarhütte vom Gstatterboden, Wanderer genießt Blick auf die beeindruckende Bergwelt im Gesäuse beim Erreichen der Gsengscharte, Aussicht auf die sich auftürmenden Berge im Gesäuse in alle Richtungen

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Wanderweg-Bewertung

Mit erstaunlich erholten Beinen starten wir die Wanderung zur Haindlkarhütte und Gsengscharte. Los geht es direkt beim Parkplatz der Haindlkarhütte ab Gstatterboden. So heißt die Straße, die durch den Nationalpark Gesäuse führt. Da wir eigentlich nur bis zur Haindlkarhütte wollen und die Höhenmeter bis dahin etwa 520 betragen, gehen wir davon aus, dass der heutige Tag nicht allzu anstrengend wird.



Scheinbar unbezwingbare Bergwelt

Schon gleich zu Beginn hebt sich der Weg Richtung Berge relativ steil empor. Über viele kleine Serpentinen in und um ein ausgetrocknetes Schotterfeld windet sich der Weg aufwärts. Eine äußerst beeindruckende Kulisse finden wir in unserem Blickfeld vor uns wieder. Beinahe senkrecht erhebt sich die Bergwand vor einem. Die hoch hinaus ragenden zackigen Bergzinnen bilden eine scheinbar undurchdringbare Barriere auf die Südseite des Massivs. Sie scheinen die Bergbezwinger abweisen zu wollen und schreien: „nicht näher kommen, für Menschen ungeeignet“.

Aussicht genießen beim ersten Etappenziel Haindlkarhütte

Unsere frevelhafte Tat es trotzdem in die Nähe der Wand wagen zu wollen, bezahle ich mit einem Plumps auf den Allerwertesten. Er tut auch noch am Abend weh. Zum Glück hat der größte Muskel im menschlichen Körper weiteren Schaden verhindert. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir die Haindlkarhütte. Am heutigen schönen Wandersamstag im September ist diese gut gefüllt, ebenso wie der Weg an sich. Auf der Terrasse der Hütte ist kein einziges Plätzchen mehr frei. So halten wir unsere Rast auf dem Geröllfeld vor der Gsengscharte in der Sonne. Die Aussicht könnte grandioser nicht sein für ein Päuschen.

Es gibt Wege, wo es scheinbar keine gibt

Nach ausgiebigem Aussichtgenießen machen wir uns auf den Aufstieg zur Gsengscharte. Denn es ist erst Mittagszeit und somit noch ausreichend Zeit die Entdeckungstour fortzusetzen. Der Wegverlauf ist weiterhin äußerst abwechslungsreich und nie langweilig. Zunächst sieht man kaum, wo der Weg verlaufen soll. Aber zwei Wanderer, die oben direkt bei der Scharte stehen, beweisen das ein Weg dorthin führen muss. Die Kondition wurde und wird während der Wanderung zur Haindlkarhütte und Gsengscharte gefordert. Der Aufstieg dauert dann doch gar nicht so lange wie zunächst vermutet. Oben bei der Gsengscharte angekommen, bietet sich uns als Flachlandbewohner und wahrscheinlich auch jedem anderen ein spektakulärer Ausblick.

Schwarz markierte Passagen meiden wir theoretisch

Hinter uns das steile Geröllfeld und vor uns der noch viel steilere Abstieg von der Scharte. Auch in den Wanderkarten ist dieser kurze Wegabschnitt unmittelbar nach der Gsengscharte schwarz, also als schwer, markiert. Unter Zuhilfenahme einer Kette und eines Drahtseils lassen wir uns LANGSAM (sehr langsam) die steilsten Meter hinter der Scharte einige Höhenmeter hinab gleiten. Es folgt eine sehr spaßige (ernsthaft) Felshüpferei weitere Meter bergab.

Unfassbar lange steil abwärts zusammen mit den Geröllfeldsteinen

Nachdem dieser schwierigste Abschnitt der Wanderung zur Haindlkarhütte und Gsengscharte überstanden ist, folgt über viele mit Kieseln bedeckte Serpentinen ein Abstieg bis zu dem nun unglaublich breit und groß gewordenen Geröllfeld. Dieses begleitet den Wanderweg schon seit der Scharte. Auf diesem Schotterfeld geht es nun mit weiterhin traumhafter Bergausicht weiter abwärts bis ein Wald erreicht wird.

Ein feiner Waldpfad am Johnsbach entlang

Ab dem schönen Waldabschnitt folgt der Pfad nicht mehr dem Geröll, sondern dem Johnsbach im Tal. Hier wurde eine für Kinder schön angelegte Entdeckungswanderung mit Spielen kreiert. Nach Erreichen der Straße folgt der Weg dieser bzw. läuft neben dem Tunnel auf einer schmalen Asphaltstraße weiter. Da es aber eben ist, dauert dieser Abschnitt nicht allzu lange. Bis auf den kurzen letzten Straßenabschnitt ist die Wanderung zur Haindlkarhütte und Gsengscharte wirklich äußerst empfehlenswert. Eine ebenfalls sehr schöne Wanderung führt ganz in der Nähe zur Ennstaler Hütte.

Länge in KilometerDauer in StundenHöhenmeterSchwierigkeitBewertung 1 - 5(sehr gut)
8,45718schwer4,5

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Wandererde
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